S08E07 | Land am Strome: Österreichs Stromsystem auf dem Prüfstand

Shownotes

S08E07 | Land am Strome: Österreichs Stromsystem auf dem Prüfstand

Die erneuerbare Erzeugung in Österreich ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, allen voran die Photovoltaik. Der Ausbau muss weitergehen, und gleichzeitig wird immer wichtiger, den Strom dann verfügbar zu machen, wenn er gebraucht wird – und umgekehrt auch Verbrauch in Zeiten zu verlagern, wo viel günstiger Strom vorhanden ist.

Darüber, wo das System unter Druck gerät und mit welchen Hebeln gegensteuert werden kann, spricht Christoph Dolna-Gruber in dieser Petajoule-Folge mit Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus, und Franz Angerer, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Es geht um Mittagsspitzen und negative Preise, um die großen Energiegesetze ElWG und das kürzlich beschlossene EABG, um das Zusammenspiel von Speichern, bidirektionalem Laden und flexiblen Tarifen sowie den Zustand des europäischen Stromsystems.

Fundstücke

Fachforum Strompreise | Aufzeichnung

Vorarlberger Monitoringbericht zur Energieautonomie+ 2030 | PDF

Transkript anzeigen

00:00:06: Es fehlt uns oft im Bewusstsein, dass vom Gesamt-Energiebedarf in Österreich nur zwanzig Prozent Strom sind.

00:00:14: Also es ist super und es ist wichtig und das ist auch mein ganz klares Ziel, dass wir stoppen diese zwanzige Prozent zu hundert Prozent erneuerbar zu machen.

00:00:23: aber wir müssen auch auf die anderen achtzig Prozent schauen.

00:00:26: da ist ganz viel Wärme dabei.

00:00:28: dann kann man natürlich einiges mit Strom tun.

00:00:30: da haben wir natürlich die Mobilität und den Verkehr dabei und wir müssen das Gesamtsystem sozusagen neu ausrichten, nur dann haben wir die Energiewende geschafft.

00:00:39: Beim Strom werden wir wahrscheinlich schneller sein als beim Rest aber es gibt überall noch viel zu tun.

00:00:48: Hallo und herzlich willkommen bei Pettacool dem Podcast der österreichischen Energiegentour!

00:00:53: In Zeiten der Fußballweltmeisterschaft hört man die österreichische Nationalhymne ja einen Tück öfter als sonst und gleich in den ersten Zeilen wird das Land am Strom besungen.

00:01:06: Wir nehmen das heute sehr wörtlich und stellen Österreichs Stromsystem auf den Prüfstand.

00:01:11: Es geht um aktuelle Herausforderungen, die politischen Antworten darauf.

00:01:15: Mein Name ist Christoph Dolner-Grubber, wir haben heute den XXIII.

00:01:19: Juni, im Regierungsgebäude am Stubenring in Wien.

00:01:25: Und zwar mit niemand geringerem als Elisabeth C. Hetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus.

00:01:35: Herzlich willkommen, danke für die Einladung in Die Kühlengemäuer.

00:01:40: Danke für die einladung im Peter-Tool!

00:01:43: Auch da Franz Angerer, Geschäftsführer der Energiegentour.

00:01:47: Hallo Franz.

00:01:48: Hallo Christoph.

00:01:49: Die allerwichtigsten Basics habe ich jetzt schon erwähnt.

00:01:53: bei uns ist es üblich dass sich die Gäste selbst kurz vorstellen.

00:01:56: Frau Staatssekretärin was sollten die Hörer und Hörerin denn über sie wissen?

00:02:02: Ich glaube am wichtigsten ist, ich bin eine grenzenlose Optimistin und glaube daran dass wir die Energiewende in Österreich bewältigen.

00:02:08: Und bin jetzt gerade dabei mit meinem Team und der großartigen Sektion im Haus dafür zu sorgen das man die ersten Schritte auf den Weg bringen damit uns das auch zeitnah gelingt.

00:02:18: Wunderbar!

00:02:19: Das passt auch gut zur österreichischen Nationalhymne.

00:02:22: da steht nämlich auch irgendwas mit Glauben drinnen und etwas mit Optimismus in der dritten Strophe die eigentlich sonst niemand singt.

00:02:29: Franz was sollten Menschen über dich wissen.

00:02:33: Ja, ich teile mir einen grenzenlosen Optimismus mit der Frau Staatssekretärin.

00:02:39: Das ist glaube ich die wichtigste Botschaft, die ich da lassen möchte.

00:02:42: Wunderbar!

00:02:43: Legen wir los... Es ist ja Ende Juni Die Schule ist fast vorbei, bald gibt es Zeugnisse.

00:02:50: Wir picken uns heute ein für Österreich sehr wichtiges Hauptfach heraus.

00:02:56: das ist das österreichische Stromsystem von Frau Staatssecretären.

00:02:59: Welche Note?

00:03:01: Würden Sie dem österreichischen Stronsystem dann heute geben und wieso?

00:03:05: Was ich bei der Vorstellung vergessen habe, ist... Ich bin natürlich auch sehr ehrgeizig.

00:03:09: Daher benote ich es sehr streng.

00:03:11: Ja!

00:03:12: Ich gebe uns eine Zwei-Kommer Neun aus einem einfachen Grund weil wir haben ja ein klares Ziel als Bundesregierung wo wollen eine sichere saubere und leistbare Stromerzeugung?

00:03:22: Und Wir sind beim Thema Sauber auf wirklich guten Weg.

00:03:25: da kommen vielleicht später noch dazu.

00:03:28: Beim Thema Energiesicherheit, glaube ich, sind wir auch sehr gut ausgestellt.

00:03:32: Wir sind eines der Stromnetze mit den wenigsten Ausfällen und an der Leistbarkeit müssen wir noch arbeiten.

00:03:39: Und das Gute ist, dass was Strom leistbar macht nämlich mehr erneuerbare Energie hilft uns a, dass wir mehr Energiesicherheit und mehr Resilienz haben.

00:03:49: und ja man muss nicht nur in den Ferien sich vorbereiten auf das nächste Schuljahr sondern einfach dran bleiben und konsequent bleiben.

00:03:58: Wunderbar, Franz hast du einen Noten für das Stromsystem?

00:04:01: Nein ich mag keine Noten vergeben.

00:04:04: Ich habe die Sorgen immer gehasst.

00:04:06: aber was wir zum Stromsystem sagen können... Wir haben eine extrem sichere Versorgung.

00:04:12: Das fehlt auf alle Fälle auf die positiven, auf die haben Seite und auf der anderen Seite.

00:04:18: Wenn man sich die Zahlen anschaut es ist gelungen in den wenigen Jahren elf Gigawatt an Photovoltaik im Netz zu integrieren.

00:04:24: Hut ab!

00:04:25: vor den Energieversorgung, dass sie das geschafft haben.

00:04:27: Hutab für allejenigen die investiert haben – das ist großartig!

00:04:32: Wir haben nahezu die gleiche Strommenge an Wind im Netz.

00:04:35: auch das in wenigen Jahren basiert.

00:04:39: eine großartige Leistung für unser Stromsystem.

00:04:43: aber Noten dafür gebe ich nicht her.

00:04:45: Aber ich finde schon, dass wir uns eigentlicher Note verdient hätten Weil ich finde, immerhin haben wir das was wir uns als Ziel gesetzt haben LWG und ERBG.

00:04:55: Gerade noch jetzt vor Schulschluss auch noch das ERBJ umgesetzt ist das Bundesregierung.

00:05:00: Und ich find' dass es zumindestens musste uns ein positives Zeugnis ausstellen.

00:05:04: Ich habe meine Note für die Stromversorgungsunternehmen jetzt eh hergegangen und die wollte ich nicht benoten und die Regierung benote ich auch nicht.

00:05:14: Das wage ich nicht!

00:05:16: Frau Staatssekretärin, die Leisbarkeit ist etwas, das wir verbessern müssen im nächsten Schuljahr.

00:05:21: Wenn wir wieder Sprache bleiben, wenn man zurückblicken gibt es irgendetwas, dass gut gelaufen ist im letzten Schuljahren abgesehen von ERWG und ELWG, die sie jetzt noch über die Ziele geschaffen haben.

00:05:35: Na ja, ich meine man muss schon sagen die zwei Projekte waren natürlich bei Weitem die größten und die die sozusagen seit eigentlich vielen vielen Jahren auch der Hemmschuh waren um genau Richtung leistbare Energie zu kommen.

00:05:47: Also ich glaube beim LWG Es sind mehrere große Würfe gelungen.

00:05:51: Erstens, dass wir das Thema Digitalisierung einfach in den Vordergrund stellen und dass man stärker die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass man Speicher integrieren können aber vor allem eben auch klargestellt haben, dass es schon auf den Preis von Energie ankommt, den wir für Wettbewerbsfähigkeit für unsere Betriebe, aber für die Leistbarkeit der Haushalte brauchen.

00:06:14: Das darf man auf keinen Verklein reden, weil das war die größte Strommarktreform der letzten zwanzig Jahre.

00:06:19: Und ist quasi die Basis dafür damit wir eben diesen hohen erneuerbaren Anteil den Franz schon erwähnt hat integrieren können und gleichzeitig so schaffen dass wir auch die Energiepreise- und Netzkosten vor allem dämpfen und insgesamt günstiger werden für Haushalte und Betriebe.

00:06:37: Und das ERBG ja ist jetzt noch kurz vor der Vorferie im Beginn gelungen ist deshalb so wichtig, weil wir ja wissen was wir brauchen.

00:06:46: Wir brauchen mehr Erzeugungsanlagen, wir brauchen mehr Speicher und mehr Netze.

00:06:50: Das ist allen Plänen im Energiesystem eigentlich klar.

00:06:55: aber es sind teilweise daran gescheitert dass wir sie halt nicht in einer angemessenen Frist bauen konnten, weil die Genehmigungen da waren, weil eben dieses öffentliche überragende Interesse das eben die Europäische Union über die Retrie auch vorgibt nicht umgesetzt ist der konkreten Interessensabwägung bei manchen Projekten eben nicht die Energiewende den Vorrang gehabt hat.

00:07:18: Und das ist jetzt eindeutig klargestellt und ich glaube, dass es schon einer der wesentlichsten Schritte, was jetzt natürlich über den Sommer oder über die Ferienzeit noch ansteht, ist, all diese Verordnungen, insbesondere die beim LWG notwendig sind.

00:07:34: Damit wir eben die Speicher auf den Weg bringen als ein Beispiel damit man wissen wie es an die neuen System-Nutzungsend gelte.

00:07:41: das muss jetzt über den Sommer noch passieren und daran wird konsequent auch seitens der E-Kontrolle gearbeitet.

00:07:47: Zu diesen Punkten kann man dann später in ein bisschen dem Detail... Das gehen wir schon sehr in Richtung Lösungen.

00:07:52: Franz, wir wollen uns vorher noch ein bisschen kurz die Herausforderungen anschauen.

00:07:56: Du hast erwähnt, der Photomultaik-Ausbau der letzten Jahre ist im Endeffekt für dich an Beweis das doch einiges gelungenes, dass wir mitten in diese Energiewende stecken.

00:08:06: es gibt mehr als eine halbe Million PV Anlagen mittlerweile in Österreich.

00:08:11: rechnerisch auf jeden vierten Haustag eine PV Anlage, dreihundertfünfzigtausend mehr als nach zwanzig-einundzwanzig sind mittlerweile installiert.

00:08:20: Das bringt natürlich auch neue Herausforderungen für das Stromsystem mit sich.

00:08:26: Kannst du uns ein bisschen skizzieren, welche das sind?

00:08:29: Einen Schritt zurück – ich glaube es ist nicht wenig passiert, es ist extrem viel passiert!

00:08:35: Was bringt das?

00:08:39: Wir hatten in den letzten Jahren einen enormen Rahn auf neue Befahrenlagen.

00:08:44: Es wurde gebaut... Wir hatten eine große Freude damit, mit dem was passiert ist.

00:08:51: Es hat natürlich dazu geführt dass AHA-Netzbetreiber überfordert waren das Märkte zum Teil überhitzt waren die Anlagen Anfangs teuer waren dann die Preise wieder gesunken sind.

00:09:02: wir haben mit den Förderungen immer wieder auch in Stop & Go Aber im Endeffekt, wenn man sich das Stromsystem anschaut ist der Stromsystem durch die viele Photovoltaik und durch die hohen Einspeisespitzen natürlich extrem gefordert.

00:09:18: Und hier gilt es einfach Maßnahmen zu setzen.

00:09:21: und diese Maßnahmen... Dafür ist das LWG da.

00:09:24: mit Verordnungen zum LWB gibt es eine Reihe von Maßnahmen die gegen diese Spitzen auch Maßnahmen vorsehen.

00:09:32: Da geht es um Tarifierung, um stündliche Tarifierungen.

00:09:35: Da geht's um Spitzenkörperung und eine ganze Reihe an solchen Maßnahmen die unbedingt notwendig sind um auch weiterhin Photovoltaik auszubauen.

00:09:45: Wir darf nicht stoppen wir brauchen noch deutlich mehr an Kapazitäten.

00:09:51: diese Kapazität müssen aber sinnvoll und volkswirtschaftlich optimal im Netz integriert werden.

00:09:57: Ich glaube, was sicherer Entwicklungspotenzial ist, dass wir derzeit den Strom nicht dann verfügbar haben wenn wir ihn brauchen und dann eben zu Unzeiten wo ihn keiner braucht.

00:10:07: Nicht wissen wohin.

00:10:08: damit und das glaube ich ist die große nächste Herausforderung das gut in den Griff zu bekommen nämlich dass man uns endlich auch von diesem Wort bilanziell verabschieden können sondern tatsächlich vierundzwanzige Stunden am Tag und das sieben Tage die Woche ein neuerbaren Strom aus Österreich zur Verfügung haben

00:10:27: Genau, über das ELWG.

00:10:29: Die Rolle des ELWGs um das zu ermöglichen Netz- und Geldreformanreize für Flexibilisierungen auch konkrete Regeln, Netzanschlussregelungen für Verteilnetzbetreiber haben wir schon besprochen dass das EAPG Verfahren beschleunigt ebenso.

00:10:46: das ist natürlich auch für den Netzausbau wichtig um diese Mengen an volatilen Erneuerbaren integrieren zu können.

00:10:54: dann gibt es als drittes großes Gesetz, sage ich mal im Stromsystem das ERG.

00:11:00: Das sind aber ein Ausbaugesetz.

00:11:02: Was sind da die Pläne dazu?

00:11:05: Naja im Endeffekt so wie ich es vorher angeteasert habe wir müssen irgendwie schauen Wie wird das System in Balance halten.

00:11:11: Wir haben jetzt ungefähr vierhundertfünfzig Stunden Im Jahr wo Strompreise negativ sind, teilweise extrem negativ.

00:11:19: Also wenn ich an das erste Mai-Wochenende denke da waren wir ja bei Negativpreisen von fast fünfhundert Euro.

00:11:27: Das macht keinen Sinn für einen Anlagenbetreiber und bringt das Gesamtsystem durcheinander insbesondere weil dann die Öffentlichkeit dafür zahlen muss dass dieser Strom abgenommen wird damit wir eben die Versorgungssicherheit garantieren können.

00:11:41: Und im ERG, mit dem wir ja den Ausbau beanreizen geht es jetzt darum dass man uns stärker damit beschäftigen.

00:11:48: was wollen wir bei anreizen.

00:11:49: Weil es reicht ja nicht allein zu sagen investieren wir in Photovoltaik wenn die dann so betrieben wird das sie eigentlich das Gesamtsystem ich würde sagen zum Kippen aber jedenfalls in eine Schieflage bringt.

00:12:04: daher Wir werden uns bei dieser Novelle insbesondere damit auseinandersetzen, dass eben kleine Photovoltaik zum Beispiel nur mehr mit Speichern in Kombination dann auch gefördert wird.

00:12:15: Und bei den Speicheren geht es natürlich ja darum.

00:12:17: alleine ein Speicher zu haben ist ja nicht der Allheilsbringer, sondern der Speicher bringt ja nur dann was.

00:12:23: Wenn er nicht um neun Uhr in der Früh schon nach den ersten Sonnenstunden voll ist, sondern wir müssen den Speicher genau dann einsetzen wann die Mittagszeit, wenn die Mittagsspitzen abgefangen werden und wir müssen beanreizen dass man vielleicht in den Abendstunden das was man möglicherweise an Überschuss hat einspeichert.

00:12:40: und ich glaube es ist auch wichtig dass man uns generell ein bisschen von diesem Dogma lösen.

00:12:46: Fotovoltaiken, murrendiert wenn ich Förderungen habe.

00:12:50: Das war möglicherweise zu Zeiten von extrem hohen Strompreisen ein gutes Verkaufsargument.

00:12:56: wir müssen aber den Leuten jetzt einfach noch stärker zeigen und das geben ja alle Berechnungen her, wenn ich eine richtig dimensionierte also auf meinen Haushalt oder mein Unternehmen richtig dimensionierte BV Anlage habe mit dem richtig dimensionierten Speicher dann kann ich höchstmaß quasi auch Tag sein und erspare mir Strom, vor allem an Netzkosten.

00:13:20: Und das macht sich sozusagen in der Haushaltsrechnung oder in der betriebswirtschaftlichen Rechnung eines Unternehmens bemerkbar.

00:13:29: Den Aspekt haben wir ein bisschen aus den Augen verloren weil man immer zu sehr auf nur Förderungen fokussiert war.

00:13:37: Ich kann es nur unterstreichen.

00:13:38: ich glaube dass bei der Photovoltaik die Zeit gekommen ist bei den kleinen Hausanlagen diese auch ohne Förderung zu errichten, es ist nicht mehr notwendig aus meiner Sicht.

00:13:53: Manche selbst hört große Frustration wegen Überbuchung der Förderslots, des Ansuchverfahrens.

00:14:02: Ressourcen intensiv nicht nur für die Förderstellen sondern auch für die Installatöre, die dann im Auftrag der Haushalte Förderansuchen stellen.

00:14:11: BV ist mittlerweile viel günstiger geworden und wir haben daraus, dass diese Förderung weiterentwickelt wird mit mehr G.

00:14:18: Die Weiterentwicklung ist definitiv notwendig, weil wir eben sehen dass der Ansturb sehr groß ist.

00:14:23: Wir können das nicht bedienen.

00:14:25: und letztendlich habe ich einen klaren Grundsatz die Förderungen müssen ein positiven Lenkungseffekt erzeugen.

00:14:31: Ich kann nicht einfach nur um der Förderung als Mitnahmeeffekt sozusagen gewähren sondern ich muss mal anschauen was kann ich damit erreichen?

00:14:40: Und in der ersten Phase der Fördernungen war es glaube ich um diesen Hochlauf und die breiten Wirksamkeit der Technologie gegangen.

00:14:47: Und jetzt müssen wir in den nächsten Schritt kommen, dass man sagt, wir kombinieren die Technologie einfach auch mit einer systemdienlichen Nutzung.

00:14:54: Da zerbrechen wir uns derzeit den Kopf darüber wie man das am besten in einer Novelle darstellen kann.

00:14:59: Und ein Thema dabei ist natürlich auch gerade wenn es um Themen negative, also das ERG hat ja mehrere Förderschienen neben der Investitionsprämie, auch die Marktprämia.

00:15:10: da muss man natürlich anschauen setzen wird die richtigen Anreise damit Anlagen auch entsprechend dem Gesamtsystem und damit auch den Gemeinwohl dienen.

00:15:20: Derzeit ist es so, wenn negative Marktpreise sind dann wird weiterhin über sechs Stunden eine Förderung ausbezahlt und sich die Frage zu stellen ob das jetzt das richtige Vorgehen ist oder wie man hier ins System eingreifen kann ohne Geschäftsmodelle zu verunmöglichen, das ist jetzt die Herausforderung mit der wir uns beschäftigen.

00:15:41: Aber den wir uns definitiv für die Zukunft stellen

00:15:43: müssen.".

00:15:44: Wunderbar!

00:15:45: Deutschland hat da ja im Endeffekt auch schon eine Lösung gefunden und eingeführt.

00:15:50: Ein großer Teil der Befahrenlagen, die es in Österreich gibt sind nicht nach einer Marktprämie gefördert sondern privat die entweder ihren Strom an den Lieferanten verkaufen, von dem sie auch Strom beziehen.

00:16:05: Vor allem hat er jetzt auf ein flexibleres Einspeise-Modell umgestellt und viele Anlagen sind in der sogenannten Ö-Markt-, Marktpreisbilanzgruppe.

00:16:15: Gibt es da schon Ansätze, was das RG bringen kann?

00:16:18: Ich glaube auch da muss man sich anschauen.

00:16:20: Es gibt viele Möglichkeiten den Strom abzugeben.

00:16:23: Ich finde extrem wichtig ist die neuen Möglichkeiten, die wir im LWG mit den Energiegemeinschaften geschaffen haben und ich glaube genau in solche Systeme muss man investieren dass insgesamt die Abnahme nicht immer nur weil der beste Preis gerade bei der Ömer ist oder bei der ömer stattfindet sondern wie generell einfach die Privathaushalte dazu ermutigen, selbst zu produzieren, selbst verbrauchen und selbst zu speichern.

00:16:50: Und das hoffentlich in einem Kreislauf der richtig dimensionierte.

00:16:53: Also de facto sollte nicht wahnsinnig viel Überschussstrom bei einer richtig dimensionierten PV Anlage übrig bleiben!

00:17:01: Gut, so kommen wir über den Sommer.

00:17:05: Bevor wir jetzt auf das Thema Flexibilisierung und Speicher noch ein bisschen genauer eingehen, schauen wir uns noch einen weiteren Aspekt der Erzeugungseite an.

00:17:14: Bei der Windkraft haben wir einiges an Rückstand aufzuholen.

00:17:18: Windkraft ist dann im Winter besonders relevant wenn der Strom aus der Wasserkraft und der Photovoltaik eben nicht so ergebig.

00:17:27: Frau Staatssekretärin, wie schaffen wir es da die großen Potenziale auf dem Boden hinzubringen?

00:17:32: Ich glaube das Allerwichtigste ist, dass man bewusst sein darf für Bildung.

00:17:35: Dass eben Windkraft nicht nur im Winter sondern generell im Energiemix extrem wichtig ist.

00:17:42: und wir versuchen alle gemeinsam auf gesellschaftliche Tendenzen hinzuwirken, die einfach partial Windkraft ablehnen teilweise mit sehr abstrusen Argumenten.

00:17:53: Die Windkraft Wenn ich jetzt an die Generation unserer Kinder denke, für dies ist es völlig normal, dass Windräder stehen.

00:18:02: Und ich glaube auf das müssen wir erzählen und das hat ja ein jüngster ältere Jugendstudie belegt.

00:18:07: Das Dreiviertel der Jugendlichen einfach sagen ja, Windkraft gehört einfach wie selbstverständlich dazu.

00:18:13: also wir müssen da wirklich gemeinsam versuchen Vorurteile abzubauen gegen eine Technologie, die einfach sauber ist.

00:18:21: Dann hilft, wenn die Sonne nicht scheint und uns vor allem im Winter unterstützt.

00:18:26: Weil wir haben natürlich das Potenzial an Wasserkraft.

00:18:30: Das können wir aber auch immer unendlich steigern.

00:18:32: Natürlich muss man schauen wo noch was geht, dass auch entsprechend auszubauen.

00:18:35: Aber gerade im Bereich des Windes haben wir noch ungenützte Potenziale, die wir aber brauchen weil je mehr Erzeugung wir haben, je mehr Angebot wir haben desto günstiger wird auch der Preis werden.

00:18:48: Genau man sieht es eigentlich schon im Verlauf eines Jahres, dass wir sie im Sommer schon relativ gut schaffen immer wieder.

00:18:54: Natürlich braucht's noch mehr Flexibilisierung aber den Strompreis vom Gaspreiser zu entkoppeln im Winter ist das ganz sicher nicht der Fall und da braucht es einen Gegendruck.

00:19:06: weil sie die Ö-III-Jugendstudie angesprochen haben.

00:19:09: Es hat auch eine Umfrage vom Pragmatikus gegeben, wo dann alle Altersklassen befragt wurden und dort ist es auch rausgekommen dass glaube ich seventy fünf oder seventy acht Prozent der Menschen quer durch all alters Klassen auch zustimmen würden wenn eine Windkraftanlage in der unmittelbaren Nähe des Wohnorts errichtet werden.

00:19:29: das heißt ich glaub da sind viele schon weiter als das vielleicht manchmal rüber kommt.

00:19:36: Entschuldigung, der müsste dann auch unbedingt loslosen werden.

00:19:38: Weil im ERBG haben wir ja extra eine sogenannte Energiewendebeteiligung der Gemeinden vorgesehen die eben genau dafür sorgt dass wenn ein Gemeinde auch ihre Bürger mit überzeugt und zu sagen Wir wollen so eine Windkraftanlage bei uns das dann auch die Gemeinde, das Gemeindepudget aber auch die Bürger davon profitieren können.

00:19:58: Das ist glaube ich extrem wichtig und wird einen Beitrag zum mehr gesellschaftlicher Akzeptanz von der Windkraft leisten

00:20:06: Auf alle Fälle.

00:20:07: Wir verfolgen sehr viele Windpark-Projekte und auch die Abstimmungen, die zu diesen Projekten stattfinden.

00:20:13: Bei vielen Projekts haben wir den Eindruck, dass die Bevölkerung immer noch zu wenig mitgenommen wird.

00:20:19: Es ist bei solchen Projektes unheimlich leicht Angst zu schüren und Windkraftgegner beherrschen dieses Werkzeug ganz hervorragend sich schünen, machen Angst vor Windkraft Und ich glaube, dass das Allerwichtigste ist die Bevölkerung ernst zu nehmen sie mitzunehmen.

00:20:36: Sie wirklich gut aufzuklären und die sind in allen Ebenen.

00:20:40: Man muss die Bürgermeister dafür gewinnen, die Gemeindevertretungen dafür gewennen und vor allem die Meinungsbildner in den Gemeinden und es braucht die Zustimmung in allen politischen Ebenenen.

00:20:52: Man wird sie natürlich bekommen aber je mehr Zustimmung man hat, desto mehr Ebenene man diese Zustimmung hat desto wahrscheinlicher ist es, dass Abstimmungen auch positiv abgehen.

00:21:02: Und was interessant ist nach Windkraft wird immer mit Winterstromlücke verknüpft und wir sagen es ja selbst immer Wir brauchen Windkraft um im Winter möglichst viel Strom zu erzeugen.

00:21:16: In der Vorbereitung zu dem Termin habe ich mir die Historie der österreichischen Stromerzeugung angeschaut und in den siebziger-achtiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Kohlekraftwerke gebaut, Gaskraftwerke gebaute um die Winterstromlücke zu schließen.

00:21:31: Sie wurde nie so genannt aber wir hatten diese Winterstromlücke auch schon vor fünfzig Jahren.

00:21:38: Die Winterstromläcke hatten wir auch schon für fünfzig Jahre, hast du gesagt?

00:21:42: Wir werden sie wahrscheinlich auch noch in Zukunft haben, weil selbst wenn wir das besser schaffen mit dem Ausbau der Windkraft.

00:21:51: Wir im Winter trotzdem noch Gaskraftwerke brauchen werden – auch in Österreich als flexiblerer Erzeuger natürlich!

00:21:59: Im Regierungsprogramm ist die Entwicklung einer Kraftwerksstrategie vorgesehen.

00:22:04: disbezüglich.

00:22:05: Frau Staatssekretärin wo stehen wir da aktuell disbezig?

00:22:11: Da kann ich noch nicht allzu viele Details verraten oder möchte ich noch nichts verratet, aber klar ist dass wir uns damit auseinandersetzen müssen wie wir diese Energiesicherheit im Sinne auch der Stabilität unserer Netze herstellen.

00:22:25: Wir wissen auch das natürlich einige Unternehmen die derzeit auch noch Gaskraftwerke betreiben, dass die teilweise am Ende ihrer Lebensdauer sind und dass man natürlich auch dafür einen ordentlichen Übergang sorgen muss und sich Gedanken darüber machen muss wie kann man diese Infrastruktur erhalten?

00:22:41: Vor allem unter dem Gesichtspunkt, weil wir ja sagen, wie wollen Sie immer weniger verwenden?

00:22:45: Und das Ganze soll natürlich zu insgesamt volkswirtschaftlich vertretbaren Kosten passieren.

00:22:50: Dass man quasi Kraftwerke als Backupkapazität bis zu einem gewissen Grad vorhanden haben.

00:22:56: Ich glaube aber nur alleine auf Gas zu fokussieren ist zu kurz gegriffen.

00:23:01: Wir haben mittlerweile eine so rassante und auch insgesamt positive Entwicklung bei verschiedenen Batteriespeichersystemen, dass man damit auch Lasten verschieben kann.

00:23:14: Wir haben mittlerweile am Rakt zahlreiche Batteriespeicher die schon vier Stunden überbrücken können.

00:23:20: da geht es nicht mehr nur um ganz kurzfristige Überbrückung und all das wird uns helfen glaube ich und muss in die Betrachtung mit einbezogen werden wenn wir so eine Strategie entwickelt.

00:23:32: Das ist ein interessanter Punkt, weil Patriespeicher und Gaskraftwerke dann oft einen ähnlichen Zweck erfüllen.

00:23:40: Nämlich eine kurzfristige Abdeckung von Residuallast.

00:23:45: Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass Gaskraftwerte auch dann liefern wenn es gerade gebraucht wird, weil sie zwar brennstoffabhängig sind.

00:23:54: aber das hat auch der Vorteil ist, dass man dann produzieren kann, wenn's gebraucht wird.

00:24:00: Ich habe mir überlegt, um Münst, dann wären flexible Gaskraftwerke so wie der Jolly Joker.

00:24:07: Die zwar nur für die letzten zehn Prozent des Spiels eingesetzt werden aber dann halt doch die Show retten.

00:24:13: Stromspeicher stehen da schon fix am Spielfeld sind im Betrieb in meinem Gedanken gangen, dann sind sie im Tor.

00:24:22: Sie fangen kritische Situationen schon ab und wirken ausgleichend haben einen Überblick über das gesamte Spielfeld.

00:24:29: Sie sind nicht ständig am Ball aber in entscheidenden Momenten dann doch unverzichtbar.

00:24:35: Jetzt könnte man dasselbe eigentlich auch für Gaskraftwerke sagen weil sie die letzte Instanz sind bevor der Stürmer dann aufs Tor stürmt.

00:24:41: Die Aufgaben des Stromspeichern Österreich haben wir schon ein bisschen besprochen.

00:24:49: Phasen, wo weniger Strom aus der Neubahn da ist.

00:24:52: Stundenspeicher brauchen Speicher eine Förderung.

00:24:57: Ich glaube, Speicher brauchen in erster Linie jetzt einmal die richtigen Rahmenbedingungen damit unterschiedliche Speicher-Geschäftsmodelle auch Fuß fassen können in Österreich und breitflächig ausgerollt werden.

00:25:08: Und wenn wir von Speicher reden dann reden wir einerseits von wirklich großen Speichern aber aus meiner Sicht müssen wir darüber reden wie man jetzt die Möglichkeiten des bidirektionellen Nadens nutzen.

00:25:19: ja?

00:25:19: Wenn wir wissen dass wir sozusagen immer mehr Elektroautos haben dann hat jeder teilweise jeder Haushalt vor im Auto einen größeren Speicher, als er im Keller hat für seine PV-Anlage.

00:25:31: Und auch das kann man nutzen.

00:25:33: und die Frage ist jetzt wie können wir diese verschiedenen Speicher die da miteinander interagieren?

00:25:38: Und dann nehme ich die Pumpspeicher nicht aus.

00:25:40: Wie kann man die in ein gemeinsames System fassen so dass sie nämlich genau Dann wenn wir es brauchen die Netze stabilisieren oder dann wenn wir's brauchen eben zusätzliche Energie hinein liefern oder abnehmen?

00:25:55: In diesem hoch komplexen System geht es jetzt darum die richtigen Regelungen zu finden, damit jeder seine Rolle so richtig spielt.

00:26:04: gemeinsame Nutzen maximiert wird und damit beschäftigen wir uns jetzt gerade intensiv.

00:26:09: Aber mir gefällt der Vergleich mit dem Fußballspiel recht gut, weil jeder Spieler am Platz hat ja eine andere Rolle und hat andere Aufgaben zu erfüllen.

00:26:18: Manche werden nur kurz speichern, manche werden aber vielleicht auch länger überbrücken müssen und manche wären vielleicht nur... so wie die zehn Prozent Backup Bäume im Jahr verwendet, weil sie vielleicht regelbar sind und weil der Netzbetreiber auf Sie zugreifen kann um sozusagen die letzten fünf Prozent zu stabilisieren.

00:26:41: Franz, wie schafft man das dieses Zusammenspiel zu akkastrieren?

00:26:44: Zu koordinieren in Gang zu bringen?

00:26:48: Danke für den Hinweis auf das bidirektionale Laden!

00:26:51: Das ist eines meiner Lieblingsthemen derzeit... Wir kriegen jährlich zigtausende Speicher alleine durch die Elektroautos, die an den Steckdosen hängen ins Stromnetz.

00:27:04: Damit haben wir enorme Leistungen zur Verfügung, die wenn sie ideal genutzt werden das Stromsystem auf wunderbare Worte und Weise und vor allem ohne wiegliche Investitionen, also ohne große Investition stützen kann.

00:27:19: Wir reden hier von Gigawattanleistungen, die wir in der nächsten zehn Jahren dazu bekommen Sowohl auf der Entnahme Seite, aber auch wenn ich zurückspeisen kann.

00:27:28: Auf der Einspeise Seite.

00:27:30: Das ist eine Infrastruktur die wirklich günstigst vorhanden ist.

00:27:34: Ich muss nur auf dem digitalen Weg schaffen diese Speicher auch anzusprechen und im Sinne einer volkswirtschaftlichen optimalen Sturmversorgung sind das.

00:27:44: Infrastrukturen die einfach kommen weil sie aus der Mobilität kommen und dem Stromnetz dienen sorgen mittelfristig und langfristig auf alle Fälle für ein sehr, sehr günstiger Stromsystem noch dazu für einen sehr stabile Stromsystem weil ich hunderttausende Vorzeige hab die ansprechen kann.

00:28:01: Es geht um auf deine Frage zurückzukommen.

00:28:03: es geht darum hier die richtigen Soft die richtige Software zu bekommen Die richtigen Protokolle zwischen den Ladestationen den Autos und der Netzbetreibern zu bekommen und den Energieanbietern zu bekommen diese Systeme funktionieren werden.

00:28:19: Wir werden in zehn Jahren sehr, sehr froh und sehr glücklich sein über diese einfachen, dann flussendlich einfachen Systeme die enorm viel Beitrag zu einer Netzstabilisierung bringen würden.

00:28:32: Aber ich glaube Digitalisierung kann man zusammenfassen wird auch ganz wesentlicher Schlüssel sein weil natürlich genau in dieser hohen Komplexität auch künstliche Intelligenz helfen wird dieses System miteinander zu vernetzen.

00:28:46: Die Digitalisierung einerseits und dann wahrscheinlich auch die Preissegnale andererseits, die sich übertragen oder ausspielen da einen dynamisierten Netzentgelten in neu strukturiertem Netzentgelten.

00:28:58: Auch in dynamischen Einspeise- und Bezugstarifen, die dann wichtig sind um dieses Koordinierungssignal zu haben.

00:29:06: Ein Punkt der in den letzten Wochen in der Diskussion immer wiedergekommen ist ob jetzt bei Standalone Speichern, bei Energiegemeinschaften von Netz entgelten in Bezugsrichtung für Speicher, diese Befreiung im LWG festgelegt für zwanzig Jahre.

00:29:23: Wie sehen Sie dieses Thema?

00:29:26: Ich glaube, es ist auf jeden Fall ein wichtiger Anreiz.

00:29:29: Aber man darf nicht nur auf die Befreiung per se fokussieren sondern die Frage ist ja was habe ich generell oder wie kann ich Systemdienlichkeit durch unterschiedliche Tarife bei Anreizen?

00:29:39: Andererseits haben wir natürlich auch die Möglichkeit der unterbrechbaren Tarife.

00:29:43: das ist zwar keine Befreiungen aber da gibt's auch sehr hohe Vergünstigungen zum Beispiel auch der dauerhaft flexible Netzzugang als eines der Beispiele dafür, dass ich auch sozusagen dem Netzbetreiber die Möglichkeit gebe auf meinen Speicher zuzugreifen und mich manchmal einfach abzuregeln.

00:30:02: Da wäre mir jetzt gerade seitens der E-Kontrol auch unterschiedlichste Modelle aufbereitet.

00:30:07: Was mir persönlich als politische Entscheidungsträgerin dabei wichtig ist, ist das die Systeme einerseits natürlich den Gesamtenutzen im Fokusraum aber gleichzeitig Geschäftsmodelle ermöglichen und unterschiedlichen Formen von Speichern, seien es die Schwarmspeicher, seiens die Quartierspeicher oder eben auch die Großspeicher denen eine Performance am Markt ermögliche.

00:30:30: Bei dem Ende des Tages wird genau diese Summe und der Mix an diesen verschiedenen Modellen dafür sorgen dass unser Stromsystem stabiler wird aber das man vor allem mehr günstige grüne Energie an die Kunden weitergeben können.

00:30:45: Pumpspeicher, die es in Österreich schon gibt.

00:30:47: Die wissen das sehr gut, dass Österreich gut integriert ist im europäischen Strommarkt natürlich auch für andere Preiszonen da sehr relevant ist diese Tiroler erkernten Pumpsspeicher.

00:31:01: als solche sind wir natürlich auch sehr stark davon abhängig, was in Nachbarländern passiert und was in der gesamten Europäischen Union passiert.

00:31:10: Wir haben mit Schulnoten angefangen.

00:31:12: diese Folge zum Schluss möchte ich noch wissen Frau Erzeherter welche Note würden Sie dem aktuellen europäischen Strommarkt als Ganzes geben?

00:31:20: Und wie würden sie das begründen?

00:31:23: Ja leider muss ich dem europäischen System eine Klatte fünf geben und das begründe relativ einfach.

00:31:30: Ich bin dafür Österreich im TTE-Rat, also den Energierat vertreten und ich merke dass wir dort über die Ankündigungen in den letzten einen halben Jahren de facto nicht hinausgekommen sind.

00:31:42: Wir haben zahlreiche Herausforderungen.

00:31:44: es fängt dabei an dass wir jetzt lange darum kämpfen beim Gritz Package das auch unsere Rolle als Transitler in Österreich anerkannt wird.

00:31:54: Ich meine, man muss sich vorstellen die derzeitige Regelung sirkt eine Kompensation von zehn Millionen Euro im Jahr vor dafür dass wir in unseren netzen, höherrangigen Netzen de facto siebzig Prozent Exportstrom haben.

00:32:07: Das heißt unsere österreichischen Nutzer bezahlen hier dafür das andere Preiszonen von günstigeren Tarifen profitieren.

00:32:16: Das ist einmal ein Punkt der mir wahnsinnig stört.

00:32:18: dann geht es natürlich schon auch um dieses Thema.

00:32:20: wir versuchen uns unabhängiger zu machen und schaffen es aber nicht im Sinne dessen eigene Systeme wie zum Beispiel beim Wasserstoff aufzubauen vor der Haustüre zu kehren.

00:32:31: da haben komplexe Regeln, was sozusagen die Zertifizierung von grünem Wasserstoff anbelangt.

00:32:36: Wo es eben dazu führt dass dann bei uns genau der Markt nicht hochgelaufen wird wir denn wieder von anderen abhängig sind.

00:32:43: oder wie haben wir heute schon über das Thema Gas gesprochen?

00:32:47: natürlich Gas noch als Brückentechnologie viele, viele Jahre brauchen.

00:32:51: Und wenn wir uns dann selber einen Haxl stellen und der Anführungszeichen mit einer Methanverordnung wo am Ende des Tages von den USA angefangen über Katar-Algerien viele Länder und sagen ja unter den Rahmenbedingungen werden wir euch das LNG und das Öl nicht mehr liefern und das in einer Zeit wo ohnehin eine geopolitische Krise da ist und wir um Versorgungssicherheit kämpfen.

00:33:16: Da wird zwar auch gesagt, es wird überarbeitet aber letztendlich haben wir jetzt keine Regelungen und wissen nicht was ab Jänner zwanzig siebenundzwanzig ist und daher gibt's einmal dafür eine Fünf.

00:33:28: Wir müssen vom Reden ins Tun kommen auf der europäischen Ebene.

00:33:31: das mein Appell an die Kommission.

00:33:33: Also eine Nachprüfung im Herbst.

00:33:36: Die Kommission muss nochmal antreten und dann schaffen wir es vielleicht nach den Fünfer zu einem Vierer zu biegen.

00:33:44: Das ist natürlich auch eine komplexe Sache, wir haben eigentlich einen gemeinsamen europäischen Markt, siebenundzwanzig unterschiedliche Mitgliedstaaten.

00:33:51: jeder kocht zu einem gewissen Grad ein eigenes Süppchen.

00:33:56: das heißt da gibt es durchaus noch Potenziale für mehr Koordinierung.

00:33:59: Franz du wirst meinen Blick zu der erahnen lässt dass du auch was dazu sagen willst.

00:34:06: Deine Frage war nach dem europäischen Strommarkt und mir folgte ein alter Podcast ein, von dir gemacht über Euphemia.

00:34:16: Und ich erinnere mich sehr gut auf die Antwort... Ich weiß nicht wer sie gegeben hat aber keiner weiß was bei Euphema rauskommt.

00:34:25: Wir verstehen den Markt nicht mehr.

00:34:28: Das war einer der Kernbotschaften dieses Podcasts und ich glaube das ist ein Thema dass wir nicht aus den Augen gelassen dürfen, wir verstehen nicht mehr wie Preise zustande kommen.

00:34:39: Wir verstehen die Systematik immer mehr zu hundert Prozent und das macht Unsicherheit!

00:34:43: Wir brauchen viel mehr Transparenz.

00:34:46: Wir müssen es besser verstehen und jetzt auf die physikalische Seite zurückzukehren wenn Windkraft an der Neuze bläst dann sollte auch unser Strommarkt etwas davon haben.

00:34:57: Das heißt wir brauchen definitiv auch mehr Übertagungskapazitäten und auch den Marktdesign, dass diese Preise auch bei uns ankommen lasst.

00:35:06: Das war in den vergangenen Jahren sehr häufig davor, dass wir auch in Österreich im Winter negative Preise hatten.

00:35:13: von dem ist in den letzten zwei Jahren überhaupt keine Spur mehr.

00:35:20: Wieso ist es mir derzeit ein Rätsel?

00:35:22: Aber die Transparenz, die du ansprichst, ist natürlich extrem wichtig.

00:35:25: Weil wir ja gar nicht mehr wissen, welche Technologie man in den Married Order tatsächlich preissetzen ist und damit auch nicht die entsprechenden Maßnahmen setzen können.

00:35:34: Und nachdem wir also nicht nur wie in Österreich sondern viele europäische Länder gerade noch auf Gas im Winter angewiesen sind zur Stabilisierung des Stromsystems führt das natürlich dazu dass über die zusätzliche der CO-Zweibepreisung, es noch teurer wird diese Technologie.

00:35:50: Und in der Stunde wo dann ein Gaskraftwerk plus den Preis setzt ist nämlich auch der günstige Wind plötzlich so teuer wie das eigentlich schmutzige Gaskraftwerke.

00:36:02: und das ist glaube ich auch etwas was man sich genauer anschauen muss im Zusammenspiel wobei per se sowohl der Emissionshandel außer Streit steht Nebeneffekte, unangenehme Nebenwirkungen.

00:36:16: Die muss man sich genauer anschauen und da drängen wir schon sehr auf der europäischen Ebene mit einigen Staaten gemeinsam, dass da jetzt endlich was passiert.

00:36:24: Genau diesen Punkt haben wir uns angeschaut zuletzt in einem Fachforum zu genau diesem Thema, was man denn tun kann um den Stromarkt in Europa weiterzuentwickeln gemeinsam mit Finn Green und NHP Rechtsanwälte.

00:36:38: Dazu gibt es auch einen Nachbericht, den wir verlinken werden in den Show Notes und da sind wir ja jetzt eigentlich schon bei einem Thema der Empfehlungen die wir aussprechen.

00:36:47: etwas das wir bei unserem Podcast immer haben ist das Fundstück der Woche.

00:36:57: Frau Staatssekretärin, haben Sie uns ein Fundstück mitgebracht?

00:37:01: Ja tatsächlich in meiner Mottenkiste gekramt.

00:37:04: Aber ich finde man kann es nicht oft genug betonen.

00:37:06: Wir haben ja heute über das Land am Strom gesprochen aber es fehlt uns oft im Bewusstsein dass vom Gesamt in den Energiebedarf, in Österreich nur zwanzig Prozent Strom sind.

00:37:18: Also es ist super und es ist wichtig und das ist auch mein ganz klares Ziel, dass wir stoppen diese zwanzige Prozent zu hundert Prozent erneuerbar zu machen.

00:37:27: aber wir müssen noch auf die anderen achtzig Prozent schauen.

00:37:30: da ist ganz viel Wärme dabei dann kann man natürlich einiges mit Strom tun.

00:37:34: da haben wir natürlich die Mobilität und den Verkehr dabei und wir müssen das Gesamtsystem sozusagen neu ausrichten.

00:37:42: Energiewende geschafft.

00:37:44: Beim Strom werden wir wahrscheinlich schneller sein als beim Rest, aber es gibt überall noch viel zu

00:37:48: tun.".

00:37:49: Das ist lustig, dass Sie dieses Fundstück erwähnen.

00:37:52: Weil meines passt genau dazu.

00:37:54: Ich war letzte Woche in Vorarlberg und in Voralberg ist der Monitoringbericht zur Energieautonomie-Zwanzig-Dreißig Plus vorgestellt worden.

00:38:03: Und ein Detail aus diesem Monitoringgericht ist mir ins Auge gesprungen nämlich, das der Anteil von Elektrizität am gesamten Endverbrauch aller Energieträger schon bei neunundzwanzig Prozent des oder ein bissel etwas drüber, glaube ich in Österreich weit.

00:38:21: Aber auch bei den Vorarlberg waren es natürlich sehr stark damit zusammenhängt und das war schon immer so.

00:38:30: Viele Wärmepumpen gibt, das glaube ich sogar die populärste Art und Weise ist dort zu heizen in Vorarlbergen.

00:38:38: Die Wärmelpumpe Vorall berg auch ein Pionier bei der Elektromobilität ist und das sicher auch ein wichtiger Faktor sein wird, wieso der Anteil des Stroms am gesamten Verbrauch so hoch ist.

00:38:50: Dazu gibt es einen Monitoringbericht und diesen Monitoring Bericht verlinken wir in den Show Notes.

00:38:56: Franz hast du einen Fundstück?

00:38:58: Ich habe zwei Fundstücke mitgenommen – ich bleibe beim Strom!

00:39:03: Es ist nur eine Kopie einer Photovoltaikzelle mitgenommen.

00:39:07: Standardmaß, von diesen Dingen wurden im letzten Jahr sixhundertfünfzig Gigawattungen geproduziert.

00:39:17: Ich habe eine einfache Errechnung gemacht, das sind fast hundert Milliarden dieser Dinger, die in einem Jahr gebaut wurden und zu Modulen zusammen geschlossen wurden und dann mehr als sechshundfünftigteierhalb Stunden einen Strom produzieren im Jahr.

00:39:30: Das ist deutlich mehr als Deutschland verbraucht.

00:39:33: Es kommt Jahr für Jahr dazu.

00:39:35: Vor fünfzehn Jahren haben wir da nicht geglaubt.

00:39:37: Vor fünfzen Jahren war das vollkommen illusorisch, dass Photovoltaik so einen großen Marktanteil bekommt.

00:39:46: Es verursacht natürlich auch... Wir haben es heute schon gehört, Probleme.

00:39:49: Wir haben Spitzen in den Netzen aber dazu gibt es ein zweites Fondsstück.

00:39:53: Das ist jetzt eine Achtzehn-Fünfundsechziger Zelle.

00:39:57: Vor achtzehnten Jahren hat irgendwann ein verrückter Südafrikaner Tausend Stück in einen Tesla hinein gepackt und hat die Automobilwelt damit begonnen zu revolutionieren.

00:40:08: Mit einfachen Lithium-Mionenzellen sind sie etwas größer geworden, es gibt auch andere Bauformen aber mit diesen Zellen gelingt es uns schon langsam diese extremen Spitzen die Photovoltaik produziert einzuebnen abzuflachen und dann zur Verfügung zu stellen wann wir sie brauchen.

00:40:27: Und Tom, das ist meine elektrische Energie-Zukunft die weltweit im Wesentlichen auf diesen beiden Fundamenten beruht.

00:40:37: Vielen Dank Franz!

00:40:38: Mal schauen wie wir das verlinken werden.

00:40:40: Wir werden einen Weg finden.

00:40:42: Wir haben angefangen mit einem Schulnotensystem.

00:40:46: Ich glaube zwei bis drei war dann die schlussendliche Nrote für das österreichische

00:40:51: System.

00:40:53: Ein Fünfer für das europäische.

00:40:56: Das heißt, wir sehen uns im Herbst nochmal und werden darüber berichten wie es dort weitergegangen ist.

00:41:02: Gestartet haben wir anlässlich der FußballWM auch mit der österreichischen Nationalhymne Und die lautet in der dritten Strophe mutig in die neuen Zeiten, frei und gläubig sie und schreiten.

00:41:14: Arbeitsfroh und hoffnungsreich.

00:41:17: Arbeits froh muss man sicher sein.

00:41:20: ich habe erwähnt dass ich in Vorarlberg war hab dann Überblick gegeben was so auf Bundesebene passiert.

00:41:26: Vortrag Die letzten zwei Folien waren eine Sammlung an und was sonst noch ansteht.

00:41:32: Und die zwei Folien waren vollbepackt, glaube ich mit zwanzig bis fünfundzwanzig Punkten, die noch an stehen in den nächsten Jahren, Monaten.

00:41:40: Das heißt viel zu tun gibt es auf jeden Fall!

00:41:43: Ich hoffe wir können wieder mal ein Update reinholen wenn's auch um Dinge abseits Strom geht.

00:41:50: Wir haben's gehört da gibt's ja noch viel mehr.

00:41:52: Vielen Dank erst einmal für das Update dass wir heute gehabt haben.

00:41:56: an Frau Staatssekretärin Danke fürs kommen

00:41:59: Danke für die Einladung und frei nach dem Motto wer rastet, der rostet.

00:42:03: Wären wir tüchtig weiterarbeiten?

00:42:05: Wunderbar!

00:42:06: Franz vielen Dank auch dir dass du da warst deine Einsichten mitgebracht hast.

00:42:11: Danke auch Christoph.

00:42:12: Das war Peter Tschuhl der Podcast der österreichischen Energierigentour.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.